Bewundern Sie die hohe Zimmermannskunst und prächtigen Fassadenmalereien an den Simmentaler Häusern und lernen Sie die Eigenheiten dieser Baukultur kennen. Der beschilderte Obersimmentaler Hausweg führt Sie bei den bewundernswertesten Bauobjekten durch, welche bis zurück ins 15. Jahrhundert reichen. Eine harmonische architektonische Spitzenleistung.
Der Heimatschutz ist bestrebt das Antlitz unserer Landschaft, jene Zeugen der Baukultur, zu erhalten und zu pflegen. Die Bauten, die den Charakter der heimatlichen Siedlungslandschaft prägen. Da viele dieser herausragenden Zeugen abseits vielbefahrener Verkehrswege zu finden sind, werden diese Schätze einheimischer Baukultur, mit den beschilderten Hauswegen, der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht. Die Simmentaler Häuser sind Ausdruck des grossen Reichtums, den die Zucht und der Export der inzwischen weltbekannten Simmentaler Kühe früh schon in das sonnige Bergtal brachten. Im 17. und 18. Jahrhundert erreichen Zierfreude und Schmuckbedürfnis ihren Höhepunkt. Die gegen das Tal oder die Strasse gerichtete Fassade der Wohnbauten wird zur Schaufront, welche die gesellschaftliche Stellung der Besitzer und das handwerkliche Können der Zimmermeister zeigt. Bei den meisten Holzbauten ist das Stubengeschoss frontseitig geständert, das übrige Holzwerk in Blockbauweise gefügt. Die schwach geneigten Giebeldächer werden bis ins 19. Jahrhundert hinein mit Legschindeln und Schwaarsteinen eingedeckt, sogenannte Schwaardächer. Konstruktive Bauteile bieten sich zur Verzierung an. Schwellen, Fensterbänke und Bünde werden beschnitzt und oft farbig gefasst. Die dazwischen liegenden Flächen fördern eine ausgreifende freie Malerei.